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Baudiagnostik / - Baukontrolle
Ein
besonderer Schwerpunkt ist die Untersuchung von Wärmebrücken.
Diese
zeichnen sich durch eine örtlich begrenzte Stelle in der Konstruktion
ab, an welcher ein größerer
Wärmefluß stattfindet. Aus der Folge stellt sich
hier dann eine niedrigere Temperatur der inneren Wandoberfläche
ein
Nicht
alle Wärmebrücken resultieren aus einer fehlerhaften Planung
oder Bauausführung!
Eine
Wärmebrücke wird dann problematisch, wenn diese die innere
Wandoberfläche zu stark abkühlt
und es hier zur Kapillarkondensation oder
Tauwasserbildung kommt.
Man
unterscheidet folgende Wärmebrücken:
-
geometrische
-
materialbedingte
-
massestrombedingte
-
konstruktive
-
umgebungsbedingte
Der
Mauszeiger über einem IR-Bild zeigt das zugehörige
Tageslichtfoto

Außen-
und Innenansicht einer konstruktiven Wärmebrücke (Drempelpfeiler)

Heizrohre ungedämmt
in der inhomogen
angebrachte
Wand verlegt.
Außendämmung.
Hier könnten
Dämmplatten
mit unterschiedlichen
Wärmeleitfähigkeiten
verwendet
worden
sein.
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Außenthermografie
Nur
qualitative Bewertung der Außenhülle eines Gebäudes
in Bezug auf
die
Wärmeverluste / Wärmebrücken möglich. Hier kann
z.B. geklärt
werden.
ob die Wärmedämmung homogen also ohne Fugen verlegt wurde.
Aussagen
über die Güte (Wärmedämmfähigkeit) der
Wärmedämmung sind nicht
möglich, weil hier verschiedene Einflußfaktoren
wie:
-
unterschiedlich beheizte Räume,
-
Schränke an Außenwänden,
-
Aufnahmewinkel,
-
unterschiedliche Wandaufbauten,
-
Umweltbedingungen wie Wind >0,5m/s, Regen, Sonne, Nebel, Schneefall
eine
große Rolle spielen.
Bei
der Außenthermografie sind oft unterschiedliche Temperaturverteilungen zu beobachten welche
nicht unbedingt auf eine schlechte
Wärmedämmung
zurückzuführen sind.
Der
Mauszeiger über einem IR-Bild zeigt das zugehörige
Tageslichtfoto

Warum
stellt sich die Giebelwand Hier
ist eine schlecht verlegte
im
Erdgeschoß wärmer dar? Dämmung
in der rechten
Ohne
zu wissen wie es drinnen Dachseite
neben dem Dachfenster
aussieht
ist hier keine Aussage und
über der Dachgaube zu
möglich.
erkennen.
Entgegen
so manchen anderslautenden Behauptungen ist:
eine Bestimmung des U-Wertes einer Außenwand mit Hilfe der Thermografie
NICHT möglich, weil hier keine stationären Laborbedingungen
vorherrschen und die genauen Werte der Wärmeübergangswiderstände
nicht bekannt sind und auch vor Ort
nicht
ermittelt werden können! Hinzu kommt noch der Fehler bei der
Messung und die Meßtoleranz
des verwendeten Kamerasystems ( +- 2°C oder +-
2% ) je nachdem welcher
Wert größer ist.
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Innenthermografie
Quantitative
Beurteilung von Baumängeln unter quasistationärem Zustand.
Die
vorhandenden Oberflächentemperaturen der Innenflächen
der Außenwände geben Aufschluß
über die Einhaltung des Mindestwärmeschutzes.
Hier wird insbesondere zur Vermeidung von Schimmelbildung
und/oder Stockflecken untersucht, ob die Temperatur an den Innenflächen der Außenwände eine Kapillarkondesation
oder
sogar eine Tauwasserbildung hervorrufen kann.
Die
nicht zu unterschreitende Wandtemperatur wird überschläglich
mit
0,7
x (Ti-Ta) +Ti berechnet. Ti= Innentemp., Ta= Außentemp.
Um
eine aussagekräftige Innenthermografie durchzuführen, sind
einige Bedingungen vor der
Messung zu erfüllen:
-
Temperaturdifferenz zwischen Außen- und Innentemperatur von
min.
10
- 12 K über mindestens 24h
-
alle Räume müssen gleichmäßig beheizt sein,
-
alle Fenster sind geschlossen zu halten und alle Innentüren
zu öffnen,
-
ca. 1 Stunde vor der Messung ist dann die Heizung abzustellen
oder es sind die Heizkörper
abzudrehen
Der
Mauszeiger über dem IR-Bild zeigt das zugehörige
Tageslichtfoto

Hier ist
deutlich das Auflager der Mittelpfette
als
Wärmebrücke zu erkennen. Die minimale
Temperatur
an dieser Stelle ist mit 12,7°C hart
an
der Grenze zur möglichen Kapillarkondensation.
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Historische Bauten / Denkmalgeschützte Gebäude
Die
Thermografie wird hier z.B eingesetzt zum Aufspüren von:
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Fachwerk unter Putz,
-
zugemauerten Fenstern / Türen / Nischen,
-
Hohlräumen,
-
Mischbauweise,
-
Feuchteverteilung uvm.
Der
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Feuchtigkeitsverteilung
in einer
alten
Holzbalkendecke infolge
eines
Wasserschadens.
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Technische Gebäudeausrüstung
Die
Thermografie wird hier z.B eingesetzt zum Aufspüren von:
-
Heizschleifen von Fußbodenheizungen,
-
Lage von nicht gedämmten medienführenden Leitungen in
Fußböden oder Wänden,
-
Wärmeverteilung in Heizkörpern,
-
defekten an Solaranlagen uvm.
Der
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Tageslichtfoto

Lagebestimmung
von Heizschleifen
im
Zuge eines Umbaus.
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BlowerDoor (Luftdichtheitsmessung)
Mit
dem BlowerDoor Verfahren wird die Luftwechselrate eines
Gebäudes
ermittelt.
Dieser
Wert darf je nach Art des Gebäudes die jeweils festgeschriebenen
Werte nicht überschreiten. Ein EFH ohne Lüftung
darf
z.B. den Wert von 3/h nicht überschreiten.
Das
heißt, daß sich das innere Luftvolumen 3 x pro Stunde
austauschen darf. Dieser Wert erfüllt
zwar die Norm, bedeutet jedoch, daß die
bauliche
Hülle bei weitem nicht dicht ist.
Je
niedriger dieser Wert, je luftdichter ist die bauliche Hülle
erstellt worden.
Um
herauszufinden wo die undichten Stellen sind und ob es sich etwa
um
einige
wenige Undichtheiten handelt, läßt sich mit der Infrarothermografie
unter
Einsatz einer BlowerDoor schnell und effizient ermitteln.
Diese
Luftundichtheiten können ein unbehagliches Raumklima durch
gerichtete Luftströmungen, Schimmelbildung
durch Kapillarkondensation und/oder
Bauschäden durch Tauwasserbildung hervorrufen.
Der
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Tageslichtfoto

undichtes
Dachflächenfenster.
Die
eintrömende kältere Luft ist
deutlich
zu erkennen.
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Leckageortung
Auch
die Leckortung kann im Prinzip der Bauthermografie zugeordnet
werden,
weil die meisten Leckagen in oder an Gebäuden auftreten.
Also
auch die Leckage einer Fernwärmeleitung, da diese ja in sich
ein Bauwerk darstellt.
Mit
Hilfe der Thermographie können unter anderem folgende Leckagen
geortet werden.
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bei Heizschleifen der Fußbodenheizung,
-
in Fußboden oder Wand verlegte ungedämmte Wasserleitungen,
-
in Fernwärmeleitungen
Der
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Tageslichtfoto

Leckage
einer Fußbodenheizung.
Hier
sind aufgrund von Witterungs-
einflüssen
Spannungen im Estrich
aufgetreten
und haben die Schleifen
zerstört.
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